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PM Ankauf Kiosk-Sammlung und Vernissage Kiosk-Ausstellung

Bedeutende Sammlung zur Geschichte der Fotoreportage vor Abwanderung bewahrt. Land Berlin kauft „Kiosk-Sammlung“ von Robert Lebeck. Deutsches Pressemuseum zeigt Ausstellung zu „Kiosk“ im Ullsteinhaus

Die „Kiosk“-Sammlung von Robert Lebeck bleibt in Berlin!

Das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V. (DPMU) hat 2016 die Sammlung zur Geschichte der Fotoreportage zu Gunsten des Landes Berlin mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin angekauft. „Kiosk“ ist die Dokumentation der Geschichte der Fotoreportage und beschreibt in bislangeinzigartiger Weise, wie das Medium Foto in das Medium Zeitung eingebunden worden ist.

Die Sammlung von Robert Lebeck (1929-2014) umfasst über 30.000 Exponate, darunter Erstausgaben und Unikate von Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen von 1839 bis 1973 - vom ersten Druck eines Fotos in einer Zeitung bis zur letzten Ausgabe des legendären „Life“- Magazine.

Für den Historiker und Gutachter Prof. Dr. Patrick Rößler (Uni Erfurt) steht die Sammlung deshalb im Rang eines Nationalen Kulturguts. Robert Lebeck erhielt 2002 dafür den renommierten InfinityAward des International Center of Photography (ICP) in New York.

„Die Berliner Kulturlandschaft ist um eine Attraktion reicher. Wir freuen uns sehr, dass diesebedeutende Sammlung nun dauerhaft in Berlin bleiben kann. Mein Dank gilt dem Deutschen Pressemuseum im Ullsteinhaus, das an diesem Ergebnis großen Anteil hat“, so Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD).

Das DPMU, das die Nutzungsrechte für 30 Jahre besitzt, wird die Sammlung digitalisieren, wissenschaftlich erschließen und in Ausstellungen zeigen. Dazu soll eine eigene DPMU Forschungsstelle im Ullsteinhaus aufgebaut und ein Bildungsprogramm zur Sammlung entwickelt werden. Bis zum Beginn der Digitalisierung im Ullsteinhaus durch die Fraunhofer IPK als Kooperationspartner, wandert „Kiosk“ ab November 2016 vorübergehend in das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv (BBWA).

„’Kiosk’ ist ein echter Schatz und ein Fundament, auf dem wir nun das Projekt Deutsches Pressemuseum aufbauen und weiterentwickeln können. Wir danken der Lotto-Stiftung Berlin für diese Unterstützung“, so Holger Wettingfeld, Initiator und Vorsitzender des DPMU. Der Journalist und Kulturmanager und Gisela Kayser, Geschäftsführerin des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus e.V., konnten die von der Abwanderung nach Toronto bedrohte Sammlung seit 2011 erfolgreich in Berlin halten. Gisela Kayser ist auch Kuratorin der Ausstellung „KIOSK.

Die Sammlung Robert Lebeck. Eine Geschichte der Fotoreportage von 1839-1973“, die ab dem 03.11. 2016 im Ullsteinhaus zu sehen sein wird. Robert Lebeck, zu Lebzeiten der Doyen der deutschen Pressefotografie und bekannt durch seine Stern-Reportagen, war auch bedeutender Sammler von presse- und fotohistorischenExponaten. Der in Tempelhof aufgewachsene Fotograf zählt zu den Gründungsmitgliedern des DPMU. „Es war der Wunsch Robert Lebecks, ‚Kiosk’ im Ullsteinhaus der Öffentlichkeit zu zeigen. Das lösen wir nun ein“, verspricht Holger Wettingfeld.

Ausstellung 03.11.2016 bis 30.12.2016

„KIOSK. Einblicke in die Sammlung Robert Lebeck. Eine Geschichte der Fotoreportage von1839-1973“ Kuratiert von Gisela Kayser und Katharina Mouratidi. Von Di-So von 10-18 Uhr. Eintritt 7,- und 3,50 Euro. Im Ullsteinhaus, Mariendorfer Damm 1-3,12099 Berlin. U-Bhf. Ullsteinstraße (U6); Bus 170 (U Ullsteinstraße)

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Pressekontakt

Holger Wettingfeld
Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.
Ullsteinhaus Mariendorfer Damm 1-3
D- 12099 Berlin

tel: +49-(0)30-70501117
mobil: +49-(0)170-7054679

mail: holger.wettingfeld(at)dpmu(dot)de
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