11.05.2017: Buchpremiere Peter de Mendelssohn, Lutz Hachmeister u.a. "Zeitungsstadt Berlin" im Ullsteinhaus (aktualisierte Neuauflage); Beginn 19:45 Uhr

Buchpremiere und Podiumsdiskussion "Zeitungsstadt Berlin" 

2017 wird die Zeitungsstadt Berlin 400 Jahre alt.

Die erste Zeitung Berlins, die sog. "Frischmann-Zeitung", ein Vorläufer der "Vossischen Zeitung", erschien 1617. Berlin war zu dem Zeitpunkt Pionier dieses neuen Mediums. In anderen europäischen Metropolen (London, Paris) setzte diese Entwicklung erst zu einem späteren Zeitpunkt ein. 

Im Zusammenhang mit diesem besonderen Berlin-Jubiläum veröffentlicht das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V. (DPMU) gemeinsam mit den Ullsteinbuchverlagen eine aktualisierte Neuauflage von Peter de Mendelssohns Standardwerk "Zeitungsstadt Berlin".  Das Vorwort stammt von Hermann Rudolph (Tagesspiegel). Das Nachwort vom DPMU.

Das Buch erschien erstmals 1959 bei Ullstein und wurde im Ullsteinhaus gedruckt. Es war die erste Darstellung der Berliner Pressegeschichte überhaupt. In der Erstausgabe befanden sich Faksimiles bedeutender Berliner Tageszeitungen, darunter die Frischmann-Zeitung von 1617.

1982 erfuhr das Werk, das zur "Bibel der Zeitungswissenschaft" avancierte, seine bislang letzte Auflage.

Diese Lücke wird mit der Neuauflage nun geschlossen. Prof. Dr. Lutz Hachmeister (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, Köln) aktualisiert gemeinsam mit Dr. Leif Kramp und Prof. Dr. Stephan Weichert die Berliner Pressegeschichte von 1982 bis heute. 

Die Veröffentlichung 2017 ist ein willkommener Anlass, auf der Basis der 400jährigen, wechselhaften Berliner Pressegeschichte nach vorne zu schauen und die aktuelle Medienrevolution ins Zentrum einer Podiumsdiskussion zu stellen.

Mit der Veranstaltung soll ebenfalls an den Autor, Peter de Mendelssohn (1908-182), erinnert werden.
Er gehört zu den vergessenen Helden der deutschen und Berliner Pressegeschichte. Als Pressechef der Britischen Besatzungsmacht war er ab 1945 nicht nur für die Lizenzvergabe neuer Zeitungen in Berlin verantwortlich, sondern gehörte darüber hinaus auch zu den Gründern des „Tagesspiegels“, der „Welt“, der „Süddeutschen Zeitung“ und des „Telegrafs“.

Durch seine Maßnahmen wurde das Ullsteinhaus nach 1945 zur „Wiege der Westberliner Presse“. Fünf von sieben Tageszeitungen wurden dort gedruckt. Peter de Mendelssohn war mit der Journalistin und Autorin Heide Spiel verheiratet.

 

 

 

 

Programm 

Einführung

Ina Schwarz

Justiziarin DPMU

 

Begrüßung

Dr. Siv Bublitz

Geschäftsführerin Ullsteinbuchverlage

 

Zu Peter de Mendelssohn

Geoffrey Layton

Ullsteinenkel und Gründungsmitglied des DPMU

 

Zur Zukunft der „Zeitungsstadt Berlin“

Prof. Dr. Lutz Hachmeister

Institut für Medienpolitik, Köln

 

Podiumsdiskussion

zur Zukunft der Zeitungs- und Medienstadt Berlin im Zeitalter der Digitalisierung

Dr. Leonard Novy (Mitglied der Institutsleitung IfM)

Sebastian Turner (Herausgeber Der Tagesspiegel)

Carsten Erdmann (Chefredakteur Berliner Morgenpost)

Moderation

Brigitte Fehrle (ehem. Chefredakteurin Berliner Zeitung)